Tetanusimpfung
Wundstarrkrampf (Tetanus) entsteht durch die Infektion mit dem Bakterium Clostridium tetani. Diese Bakterien bilden ein Gift. Gelangt dieses Gift auf dem Blutweg in das Rückenmark wird der Nervenstoffwechsel massiv gestört.Das Nervensystem wirkt nicht mehr hemmend auf die Muskulatur und es kommt zu Muskelkrämpfen. Im weiteren Verlauf kommt es zu einem Krampfanfall bei dem sich alle Muskeln zusammenziehen und nicht mehr kontrollierbar sind. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt die jährlichen Todesfälle auf ca. 1 Mio. Menschen. Auch in Deutschland treten jedes Jahr bis zu 20 Erkrankungsfälle auf.
Die STIKO (Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut) rät auf eine vorbeugende Immunisierung gegen den Tetanuserreger (Die Tetanusimpfung).
Für die Grundimmunisierung werden 3 Impfdosen mit je 0,5 ml Impfstoff verabreicht. Nach jeweils 10 Jahren wird eine Auffrischimpfung durchgeführt.
Nach der Impfung sollte auf übermäßige sportliche Betätigung für 2 -3 Tage verzichtet werden. Geimpft werden kann grundsätzlich jeder, ausser Personen mit akuten Erkrankungen, allergischen Reaktionen nach vorhergehender Tetanusimpfung.
Bei einigen der geimpften Personen kommt es zu lokalen Reizungen an der Injektionsstelle. Selten bildet sich ein kleines Knötchen oder eine Rötung an der Injektionsstelle. Es kann auch zu Allgemeinsymptomen wie Frösteln, Kopf-, Gliederschmerzen, leichte Temperatur, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen kommen. Schwere allergische Reaktionen sind sehr selten.